Nachdem ich mittlerweile so ziemlich alles andere zu Ghost Recon Breakpoint besprochen habe, bleibt noch eine wichtige Frage: Wie solltest du eigentlich generell spielen, um die maximale Immersion zu erleben? Genau das kläre ich hier für dich mit einer ganzen Reihe an Tipps.

Den richtigen Schwierigkeitsgrad wählen
Zunächst solltest du den Schwierigkeitsgrad auf das höchste Niveau setzen, das du gerade noch schaffst. Bei mir persönlich ist das aktuell komplett auf Anschlag: Schwierigkeit Extrem, taktische Schwierigkeit Elite, mit der Anpassung, dass ich nur wenige Bandagen zur Verfügung habe. Du musst das aber nicht genauso übernehmen, nimm ruhig das Niveau, das für dich noch angenehm ist. Ich weiß von einigen aus der Community, dass sie das Spiel teilweise sogar zu schwer finden, und der Spielspaß sollte für dich immer an erster Stelle stehen.
HUD und Interface reduzieren
Als Nächstes solltest du das Interface möglichst weit herunterschalten. Ich persönlich habe fast alles deaktiviert, außer den Interaktions-Shader, also das Aufblinken von Kisten, mit denen ich interagieren kann, sowie die Hinweise beim Aufsammeln von Gegenständen, allerdings nur in der Lite-Variante, bei der nur ein kurzer Text am Bildschirmrand erscheint. Der Grund dafür ist simpel: Im echten Leben würde ich natürlich sofort merken, was ich da gerade aufgehoben habe, im Spiel passiert das aber oft im Vorbeigehen, ohne dass man es richtig mitbekommt.

Ausrüstung und Tarnung zum Einsatzort passend wählen
Wähle deine Ausrüstung und vor allem deine Tarnfarben passend zum jeweiligen Einsatzort. Lauf also nicht in einem Schneegebiet in dunkelgrüner Tarnung herum oder im Sumpf komplett in Weiß, das ergibt einfach keinen Sinn. Nachtsicht und Wärmebild solltest du außerdem nur benutzen, wenn du tatsächlich ein passendes Nachtsichtgerät am Helm ausgerüstet hast. Trägst du stattdessen ein Barett, eine Mütze oder etwas Ähnliches, dann verzichte konsequent auf Nachtsicht und Wärmebild.
Die richtige Waffe für enge Räume
Benutze außerdem keine Langwaffen in engen Räumen. Nimm stattdessen lieber eine Pistole oder eine Maschinenpistole, denn ein Gewehr ist in engen Räumen einfach unpraktisch. In den meisten Fällen funktioniert dafür auch eine Schrotflinte gut.

Taktisch statt kopflos vorgehen
Beim eigentlichen Gameplay geht es mir vor allem um Realismus in Anführungszeichen. Renn also nicht einfach kopflos irgendwo rein, sondern gehe mit Bedacht vor und arbeite dich von Deckung zu Deckung, es sei denn, du hast dir selbst als Einsatzparameter einen reinen Sturmangriff vorgenommen. Das Spiel heißt schließlich Ghost Recon, und Recon steht für Aufklärung, und Aufklärung bedeutet in der Regel nicht, ein komplettes Lager niederzumähen und Alarm auszulösen. Beweg dich generell mit Ziel und Verstand durch die Welt, statt einfach ziellos herumzulaufen, es sei denn, du hast dir das bewusst als Ziel gesetzt.
Nur nötige Gegner ausschalten
Selbst wenn dein Missionsziel innerhalb einer Basis nicht ausdrücklich verlangt, alle Gegner zu töten, solltest du dich darauf beschränken, nur die Gegner auszuschalten, die dir tatsächlich im Weg zu deinem Ziel stehen. Geteilte Leichen versteckst du am besten sofort, wenn sie entdeckt werden könnten, und schleichst danach weiter zu deinem eigentlichen Missionsziel. Auch hier gilt wieder: verdeckt vorgehen und nicht entdeckt werden.

Craften nur am Biwak
Mittlerweile kannst du zwar auch direkt aus dem Inventar heraus über den Button unten links craften, ohne extra zum Biwak zu müssen. Ich empfehle dir trotzdem, wirklich nur am Biwak zu craften. Dort hast du Ruhe, kannst deine Materialien in aller Ruhe ausbreiten und Dinge in Ruhe herstellen. Mitten im Einsatz zu craften ergibt für die Immersion einfach keinen Sinn.
Schnellreise nur zwischen Biwaks
Vermeide außerdem möglichst die Schnellreise. Falls du sie doch mal nutzen willst oder musst, dann reise ausschließlich von einem Biwak zu einem anderen Biwak. Teleportiere dich nicht einfach mitten aus einer Gegnerbasis heraus irgendwo anders hin.
Richtig jagen statt zufällig schießen
Wenn du Proteine brauchst, jage Tiere nicht einfach nebenbei im Vorbeigehen, nur weil dir gerade ein Reh oder Wildschwein über den Weg läuft. Geh stattdessen gezielt auf die Jagd: Rüste dir ein passendes Jägeroutfit aus, schnapp dir ein Jagdgewehr und mach dich bewusst auf die Pirsch. Du kannst zwar keine Spuren lesen oder Lockrufe einsetzen wie in einem waschechten Jagdspiel, aber du kannst dich trotzdem auf die Lauer legen oder Tiere gezielt verfolgen.
Die taktische Karte nur in Deckung nutzen
Theoretisch könntest du die Karte überall in der Welt öffnen, sogar mitten im Kampf, das Spiel pausiert dann kurz, außer im Koop. Tu das aber nicht. Schau wirklich nur in Deckung und außerhalb von Gefahr auf die Karte. In echt würdest du schließlich auch nicht mitten in einem Lagerhaus im Feindgebiet plötzlich kurz auf die Karte gucken. Positioniere dich stattdessen außerhalb der Basis, zum Beispiel hinter einem Stein, und schau erst dort in Ruhe auf die Karte.
Fraktionsmissionen mit Text-to-Speech aufpeppen
Zum Abschluss noch ein Tipp, mit dem du Fraktionsmissionen etwas interessanter machen kannst: Spielst du mit Headset, kannst du sogenannte Text-to-Speech-Nachrichten einstellen, die von einer Computerstimme vorgelesen werden. Trennst du mehrere Nachrichten dabei mit einem Semikolon, bekommst du bei jedem Aufruf eine zufällige Antwort daraus ausgegeben, zum Beispiel Ja, Nein oder Vielleicht. Bei einer Fraktionsmission, in der du etwa einen LKW aufspüren sollst, könntest du so etwas sagen wie Ghost Actual, habe mich dem Ziel-LKW genähert, bitte um weitere Instruktionen, und per Text-to-Speech käme dann zufällig etwas wie Sie dürfen auf keinen Fall gesehen werden oder Töten Sie alle Gegner im Nahkampf zurück. Ich nutze das mittlerweile selbst regelmäßig bei Fraktionsmissionen, weil die für sich genommen oft recht simpel gestrickt sind und das Ganze so noch etwas mehr Herausforderung bekommt.
Zusammengefasst geht es bei maximaler Immersion in Breakpoint vor allem darum, bewusst und mit Bedacht vorzugehen, statt einfach drauflos zu spielen. Schwierigkeitsgrad, HUD, Ausrüstung, Vorgehensweise und sogar die Kartennutzung tragen alle dazu bei, wie sehr du am Ende wirklich in die Rolle eines Ghosts eintauchst.
