Ghost Recon Breakpoint auf der Standardschwierigkeit durchzuspielen ist eine Sache. Aber wer wirklich in die Welt von Auroa eintauchen will, wer sich wie ein echter Ghost fühlen möchte, der kommt am Ghost Experience Modus nicht vorbei. Ich werde immer wieder gefragt, mit welchen Einstellungen ich den Immersive Mode spiele, und da sich seit meinem ersten Video zu diesem Thema einiges geändert hat, gibt es hier die aktualisierte Version meiner kompletten Ghost Experience Einstellungen für 2021.
Was ist der Ghost Experience Modus überhaupt?
Der Ghost Experience Modus, auch Immersive Mode genannt, ist ein umfangreiches System in Breakpoint, das dir erlaubt, so gut wie jeden Aspekt des Spiels nach deinen Wünschen anzupassen. Damit kannst du das Spiel deutlich realistischer und herausfordernder gestalten, weit über die normale Schwierigkeitsstufe „Extrem Elite“ hinaus. Wer denkt, Breakpoint sei auf höchster Schwierigkeit schon schwer genug, der hat noch nicht mit einem vollständig konfigurierten Immersive Mode gespielt. Genau darum geht es hier, nämlich eine Kombination aus maximaler Herausforderung und echter Immersion zu schaffen.

Die allgemeinen Parameter der Ghost Experience
Die erste und wichtigste Grundentscheidung betrifft die Ausstattungsstufe. Im echten Immersive Mode ist die Ausstattungsstufe aktiv, denn ohne sie wäre es kein vollwertiger Immersive Mode. Die Schwierigkeit der Gegner ist auf „Extrem“ gestellt, also der höchstmögliche Wert. Beim taktischen Schwierigkeitsgrad wähle ich „Angepasst“ innerhalb der „Elite“-Einstellung. Das Interface ist nahezu komplett deaktiviert, dazu gleich mehr. Beim sozialen Bereich im Biwak sind die Dienste auf „Reduziert“ gestellt, und der Entdeckermodus läuft auf „Nicht geführt“, was bedeutet, dass du dir selbst deinen Weg suchen musst.
Die taktischen Einstellungen im Detail
Hier wird es richtig interessant, denn die taktischen Parameter bestimmen maßgeblich, wie fordernd das Spiel wirklich ist. Ich gehe jeden Punkt durch:

Plätze für Primärwaffen
Ich beschränke mich auf einen einzigen Platz für Primärwaffen. Das zwingt zu echter taktischer Entscheidung und macht jeden Einsatz deutlich realistischer.
Verbandsmaterialien und Heilung
Verbandsmaterialien sind auf „Wenige“ gestellt. Die Option „Spritzen heilen Verletzungen“ ist deaktiviert, also auf „Aus“. Verletzungen bleiben dagegen auf „Immer“ aktiv, das heißt, Verletzungen treten grundsätzlich immer auf. Und jetzt kommt eine entscheidende persönliche Regel dazu: Ich heile ausschließlich im Biwak. Auch wenn die Anzahl der Verbandsmaterialien eigentlich egal wäre, weil man sich im Kampf jederzeit neu kräftigen kann, tue ich genau das nicht. Zumindest wenn ich alleine spiele. Diese Selbstdisziplin macht jeden Schusswechsel deutlich spannungsgeladener, weil ein Treffer echte Konsequenzen hat.
Ausdauerverbrauch, Lebensenergie und Munition
Der Ausdauerverbrauch ist auf „Extrem“ gesetzt. Lebensenergie-Regeneration gibt es nicht, sie ist auf „Nie“ gestellt. Der Munitionsverlust beim Nachladen ist aktiviert, also auf „An“. Das bedeutet, wenn du ein Magazin wechselst, verlierst du die verbliebene Munition im alten Magazin. Das sorgt für ein deutlich realistischeres Munitionsmanagement. Außerdem ist „Dunkelste Nacht“ ebenfalls aktiviert, was Nachteinsätze zu einer echten Herausforderung macht.
Soziale Einstellungen und Biwak
Beim Biwak und den sozialen Funktionen habe ich alles auf Minimum reduziert. Der Shop im Biwak ist nur im Biwak selbst nutzbar, die Werkstatt ebenfalls. Fremde Spieler tauchen nicht in meiner Spielwelt auf, indem ich die Einstellung so konfiguriere, dass nur die eigene Gruppe Zutritt hat. Das schützt die Immersion erheblich, denn nichts reißt einen so aus der Atmosphäre von Auroa wie ein zufälliger Mitspieler, der in einer Basis auftaucht.
Das Interface: Fast alles aus
Das Interface ist der Bereich, der am stärksten zur Immersion beiträgt. Ich habe so gut wie alles deaktiviert. Eine wichtige Ausnahme sind die Interaktionsmarker. Die lasse ich aktiv, damit ich sehe, mit welchen Objekten oder Kisten ich interagieren kann. Außerdem sind die Benachrichtigungen eingeschaltet, damit ich bei Fraktionsmissionen mitbekomme, wann eine Mission abgeschlossen ist.
Da praktisch alles ausgeblendet ist, stellt sich natürlich die Frage, wie man dann noch weiß, was als nächstes zu tun ist. Die Antwort ist einfach: die Karte. Klassen-Herausforderungen und Missionsziele sind auf der Karte immer sichtbar, auch wenn sie im HUD nicht angezeigt werden. Da ich sowieso ständig die Karte öffnen muss, um mich zu orientieren, habe ich dadurch keinerlei Nachteil.

Kein Kompass, kein Minimap
Ich nutze bewusst weder die Minimap noch den Kompass-Ersatz, den das Spiel anbietet. Der Grund dafür ist, dass dieser Kompass leider auch den Status der Gegner anzeigt, also ob sie einen Feind gefunden haben, ob sie im Alarm sind oder ob sie etwas gehört haben. Genau diese Information will ich nicht haben, sie nimmt dem Spiel den Spannungsmoment. Was ich mir wünschen würde, wäre eine einfache Kompassleiste oben am Bildschirmrand, wie man sie aus anderen Spielen kennt. In Ghost Recon Wildlands gab es diese Anzeige noch. In Breakpoint fehlt sie leider.
KI-Kameraden und Voice-Control mit Voiceattack
Ich spiele mit aktiven KI-Kameraden. Zusätzlich nutze ich Voiceattack, ein Programm, mit dem ich mir ein umfangreiches Profil mit verschiedenen Sprachbefehlen zusammengestellt habe. So kann ich meine Kameraden per Stimme kommandieren. Konkrete Befehle, die ich regelmäßig nutze, sind unter anderem „Zielt auf den Commander“, „Feuerbereitschaft“, „Feuer frei“, „Team Feuer frei“ und „Team Position halten“. Diese Befehle funktionieren auch mit leicht abgewandelten Formulierungen. Das Voiceattack-Profil ist über die Videobeschreibung zum Originalbeitrag herunterladbar, falls du nicht alle Befehle selbst einrichten willst.
Meine Bewaffnung: 416 und USG Tactical
Meine Hauptwaffe ist die 416 auf MK3-Stufe mit einem kurzen Lauf. Als Aufsätze nutze ich ein erweitertes Magazin, einen Schalldämpfer, die digitale Zieloptik sowie den MAWL-DA Laser. Diesen mag ich besonders gerne, weil er im Vergleich zu einem roten Laser extrem gut sichtbar ist und der Zielpunkt schön dick und deutlich erscheint. Am Unterlauf sitzt ein angewinkelter Kurzgriff SHIFT, außerdem habe ich einen CTR-SLKSchaft sowie einen Auto-Einzelschuss-Abzug verbaut.

Als Pistole setze ich auf die USG Tactical, ebenfalls auf MK3-Stufe, mit Standardmagazin, Schalldämpfer und dem Predator Laser. Dieser Laser ist zwar sehr subtil und kaum zu sehen, eignet sich aber hervorragend für den Nahkampf. Was die Klassen angeht, spiele ich am liebsten die Schleichklassen, also Echelon und Panther. Die Scharfschützenklasse Sharpshooter kommt ebenfalls regelmäßig zum Einsatz. Die offensiven Klassen Ingenieur und Assault liegen bei mir eher hinten an.
Zusammenfassung der wichtigsten Einstellungen
Der Ghost Experience Modus entfaltet seinen vollen Reiz erst durch das Zusammenspiel aller Einstellungen: Gegner auf Extrem, taktisch auf Elite und Angepasst, fast kein Interface, kein Minimap-Kompass, Munitionsverlust beim Nachladen, keine Lebensenergie-Regeneration und die persönliche Regel, sich ausschließlich im Biwak zu heilen. Dazu KI-Kameraden mit Voiceattack-Unterstützung und eine auf Schleich und Distanz ausgelegte Ausrüstung. Wer diese Kombination konsequent durchzieht, erlebt Breakpoint auf Auroa noch einmal völlig neu.
