Mit dem Ghost Experience Update hat Ghost Recon Breakpoint endlich einen echten Immersive Mode bekommen, der das Spiel von Grund auf verändern kann. Als jemand, der schon viele Stunden auf Auroa verbracht hat, war das für mich der Moment, auf den ich gewartet habe. In diesem Artikel zeige ich dir genau, wie ich meine Ghost Experience Einstellungen konfiguriert habe, damit du dir ein Bild davon machen kannst, wie ein echter Immersive-Durchlauf aussehen kann. Das Gute vorab: Die Ghost Experience ist sowohl für neue Charaktere als auch für bereits vorhandene Charaktere verfügbar, du musst also nicht zwingend von vorne anfangen.
Was ist die Ghost Experience überhaupt?
Die Ghost Experience ist im Grunde ein System aus Voreinstellungen, sogenannten Presets, die das Spielerlebnis in verschiedene Richtungen lenken. Jedes Preset lässt sich aber auch manuell weiter anpassen, sodass du am Ende genau die Kombination bekommst, die zu deinem Spielstil passt. Das System erklärt sich durch Tooltipps weitgehend von selbst. Wer die einzelnen Parameter verstehen möchte, findet direkt im Menü hilfreiche Beschreibungen zu den jeweiligen Auswirkungen der Einstellungen. Besonders praktisch ist die Unterscheidung zwischen dem Spielen mit und ohne Ausstattungsstufe, also dem klassischen Gear-Score-System. Ich persönlich spiele mit Ausstattungsstufe aus, was das Erlebnis deutlich realistischer und taktischer macht.

Meine Grundeinstellungen: Schwierigkeit und Grundparameter
Den Einstieg in meine Konfiguration bilden die Schwierigkeitsoptionen. Die Gegnerschwierigkeit habe ich auf Extrem gestellt, weil ich möchte, dass jede Begegnung mit Feinden wirklich gefährlich ist. Die taktische Schwierigkeit habe ich auf Elite gesetzt und dann noch manuell angepasst. Das bedeutet im Detail: wenige Verbandsmaterialien, Verletzungen immer aktiv, also keine automatische Regeneration ohne Behandlung. Das klingt hart, ist aber genau das, was das Spiel zu einem echten Taktik-Erlebnis macht.
Bei den sozialen Einstellungen und dem Biwak habe ich ebenfalls einige Dinge angepasst. Den Shop und die Werkstatt, also den Bereich, in dem man Fahrzeuge spawnen lassen kann, habe ich so eingestellt, dass diese nur in Erewhon zugänglich sind. Fremde Spieler, die in Erewhon herumlaufen, möchte ich dabei nicht sehen, daher habe ich auch das deaktiviert. Beim Nachladen geht Munition verloren, und es gibt nur einen einzigen Platz für eine Primärwaffe. Beides ist im gewählten Preset bereits vorgesehen und passt perfekt zu einem immersiven Spielstil. Der Entdeckermodus steht auf Nicht geführt, was bedeutet, dass das Spiel die Hand nicht hält und Ziele nicht immer automatisch markiert werden.
Interface-Einstellungen im Detail
Das Interface ist der Bereich, in dem ich am meisten selbst Hand angelegt habe. Das voreingestellte Preset auf Minimal war ein guter Startpunkt, aber ich bin noch weiter gegangen. Folgende Elemente habe ich komplett deaktiviert: Fadenkreuz, Treffermarkierung, Ausdauernanzeige, Waffenanzeige und die Klassentechnik-Anzeige. Das mag sich radikal anhören, aber es zwingt einen, sich auf die eigene Wahrnehmung zu verlassen, anstatt sich auf HUD-Elemente zu stützen.
Die Einsatzerinnerung habe ich auf Dynamisch belassen, weil ich nicht ständig in Menüs wechseln möchte, nur um nachzuschauen, was mein nächstes Ziel ist. Wenn ich kurz nachsehen will, was als nächstes ansteht, erscheint die Information, und danach verschwindet sie wieder. Die Entdeckungsanzeige ist aus, genauso wie alle Warnungen. Das gehört für mich zum immersiven Erlebnis dazu.

Beutemarkierungen und Benachrichtigungen
Die 3D-Beutemarkierungen habe ich deaktiviert. Das klingt zunächst unpraktisch, aber seit dem entsprechenden Update schimmern Kisten und Beutebehälter ähnlich wie in Ghost Recon Wildlands, sodass man sie auch ohne Markierung gut erkennen kann. Die Beutebenachrichtigung habe ich auf Light gestellt. Das bedeutet, es erscheint kurz ein Text, der anzeigt, was und wie viel man eingesammelt hat, ohne dass man dafür extra ins Inventar gehen muss. Das fühlt sich natürlich an, denn wenn man im echten Leben etwas aufhebt, weiß man ja auch, was man in der Hand hält.
Das EP-Modul habe ich deaktiviert, zum einen weil ich bereits das maximale Level erreicht habe und es für mich keinen praktischen Nutzen mehr hat, zum anderen aber aus einem taktischen Grund: Wenn das EP-Modul aktiv ist und man beispielsweise blind eine Granate in einen Raum wirft, sieht man sofort die Erfahrungspunkte aufsteigen und weiß dadurch, ob man einen Gegner getötet hat. Das zerstört für mich die Immersion, deshalb bleibt es aus.
HUD-Markierungen und Teammitglieder
Die Markierung von Gegnern ist natürlich deaktiviert. Auch Verbündete im allgemeinen Sinne werden nicht markiert. Eine Ausnahme mache ich jedoch bei Teammitgliedern: Diese lasse ich markiert, weil man sich im Coop-Modus erfahrungsgemäß sehr leicht verliert. Einsatzzielmarkierungen habe ich ebenfalls aktiviert, denn in vielen Missionen ist ohne diese Hilfe nicht immer klar, wen oder was man eigentlich aufsuchen soll. Manchmal steht da nur „Sprich mit dieser Person“, und ohne Markierung weiß man schlicht nicht, wer gemeint ist.
Die Markierung für Kommunikation, also Pings, habe ich aktiviert. Im echten Leben kann man auf etwas zeigen, im Spiel gibt es dafür nur den Ping, also nutze ich ihn. Alarmsymbole und Ortsmarkierungen sind dagegen deaktiviert. Das gilt auch für alle kartenrelevanten Anzeigen, einschließlich der unentdeckten Orte. Der Grund ist simpel: Wenn ich Fragezeichen auf der Karte sehe, klapper ich sie zwanghaft ab, anstatt organisch die Welt zu erkunden. Mit deaktivierten Ortsmarkierungen entfällt diese Versuchung.

Minikarte, Kompass und weitere Interface-Details
Die Minikarte habe ich auf „Immer“ und auf „Light“ eingestellt, hauptsächlich wegen des Kompasses. Den Kompass schätze ich für die Orientierung auf Auroa sehr. Für alle, die sich fragen, warum ich aktuell mit aktiviertem Kompass spiele, empfehle ich mein separates Video dazu, das in der Videobeschreibung verlinkt ist. Das Koop-Modul lasse ich je nach Situation entweder an oder aus, das ist Geschmackssache. Benachrichtigungen generell habe ich auf aktiv belassen, damit ich mitbekomme, wann eine Mission abgeschlossen ist. Den aktuellen Standort lasse ich nie anzeigen.
Ein Detail, das ich besonders erwähnenswert finde: Die Steuerungshinweise zu Fuß habe ich auf Dynamisch gestellt. Das hat einen ganz konkreten Grund. Auch ohne das Gear-Score-System gibt es in Ghost Recon Breakpoint noch Waffenkisten. Bei manchen dieser Kisten wird direkt angezeigt, was drin ist und welche Waffe man tauschen würde. Bei anderen Kisten steht nur „Öffnen“ oder „Tauschen“, ohne Angabe des Inhalts. Um zu verhindern, dass ich aus Versehen meine Waffe tausche, weil ich die Kiste öffnen wollte, nutze ich die dynamische Anzeige. Wenn kein Inhalt angezeigt wird, lasse ich die Kiste einfach geschlossen.
Kamera und sonstige Einstellungen
Bei der Kamera habe ich die Kameraentfernung auf Dynamisch gestellt. Ich habe eine Zeit lang mit einer weiter entfernten Kamera gespielt, aber ich bevorzuge es, wenn sich die Distanz je nach Situation automatisch anpasst, also mal nah und mal weiter weg ist. Das automatische Zurücksetzen der Kamera beim Verlassen einer Deckungsposition habe ich deaktiviert, weil mich das früher extrem gestört hat. Genauso die automatische Kamerazentrierung beim Fallschirmspringen. Leichtes Bildschirmruckeln, also einen minimalen Screenshake, lasse ich aktiv. Das trägt für mich zur Atmosphäre bei.
Im PvP-Bereich habe ich alle relevanten Einstellungen aktiviert, da man dort ohne bestimmte Interface-Elemente echte Nachteile gegenüber anderen Spielern hätte. Den Chat-Bereich kann jeder nach eigenem Ermessen konfigurieren, das ist sehr persönlich.

Neuen Charakter mit Ghost Experience erstellen
Wer einen neuen Charakter anlegt und dabei die Ghost Experience aktivieren möchte, wird beim Auswahlbildschirm ein leicht anderes Menü sehen als gewohnt. Zunächst läuft ein kurzer Trailer zur Ghost Experience ab, danach kann man zwischen den verschiedenen Optionen wählen, wobei sogar unterschiedliche Hintergrundmusik für die jeweiligen Varianten spielt. Nach der Auswahl gelangt man in dasselbe Einstellungsmenü, das ich oben beschrieben habe, und kann dann den Charakter erstellen. Der gesamte Vorgang ist intuitiv und gut gestaltet.
Fazit: So macht Ghost Recon Breakpoint wirklich Spaß
Die Ghost Experience in Ghost Recon Breakpoint bietet endlich die Möglichkeit, das Spiel so zu erleben, wie es sich für einen echten Taktik-Shooter anfühlen sollte. Meine persönliche Konfiguration mit extremer Gegnerschwierigkeit, Elite-taktischer Schwierigkeit, minimalem Interface und deaktivierten Markierungen schafft ein intensives, immersives Erlebnis auf Auroa. Besonders die Kombination aus deaktivierten 3D-Beutemarkierungen, dem ausgeschalteten EP-Modul und den dynamischen Steuerungshinweisen sorgt dafür, dass man sich wirklich als Ghost fühlt und nicht als jemand, der einem Tutorial folgt. Wer noch nie mit diesen Einstellungen gespielt hat, sollte es unbedingt ausprobieren, denn das ist Ghost Recon Breakpoint von seiner besten Seite.
