Ghost Recon Breakpoint KI-Kameraden alle Infos

Ghost Recon Breakpoint macht vieles anders als sein Vorgänger Wildlands, aber eine Sache ist geblieben: Du musst nicht zwingend mit echten Mitspielern unterwegs sein, um Spaß zu haben. Mit dem KI-Kameraden-System hat Ubisoft die altbekannte Begleiter-Mechanik aus Wildlands überarbeitet, deutlich aufgewertet und mit echten Anpassungsmöglichkeiten versehen, die das Solo-Erlebnis auf Auroa auf ein ganz neues Level heben. In diesem Artikel bekommst du alle Infos zu Fury, Vasili und Fixit, ihren Fähigkeiten, ihrer Steuerung und vor allem den neuen, wirklich beeindruckenden Anpassungsoptionen.

Die drei KI-Kameraden: Fury, Vasili und Fixit

Die KI-Kameraden in Ghost Recon Breakpoint hören auf die Namen Fury, Vasili und Fixit. Grundsätzlich funktionieren sie ähnlich wie die KI-Begleiter Weaver und Holt aus Wildlands: Sie dienen in erster Linie als Kampfunterstützung und geben dir im Notfall ein zusätzliches Leben. Trotzdem haben sie im Vergleich zum Vorgänger spürbare Verbesserungen erhalten, die ich dir gleich im Detail erkläre.

Freischalten kannst du die drei Kameraden, sobald du die erste Mission „Adler am Boden“ abgeschlossen und die Region R1 zum ersten Mal verlassen hast. Danach lassen sie sich jederzeit über das Lobbymenü aktivieren oder deaktivieren, ganz nach deinem Belieben.

Screenshot aus dem Ghost Recon breakpoint Tutorial: Ghost Recon Breakpoint KI-Kameraden - ALLE INFOS! 💀

Wiederbeleben, Leben und der bekannte Revive-Glitch

Auch in Breakpoint können dich deine KI-Kameraden wiederbeleben, allerdings genau einmal. Ist dieses eine Wiederbelebungs-Kontingent aufgebraucht, ist dein Tod endgültig. Die Kameraden können sich untereinander ebenfalls wiederbeleben, was in hektischen Gefechten ein echter Lebensretter sein kann. Ein nettes kleines Detail, das ich persönlich sehr cool finde: Dein Spielercharakter sagt beim Wiederbeleben den Namen des jeweiligen Kameraden, was dem Ganzen eine angenehm menschliche Note verleiht.

Wer Wildlands kennt, wird sich über den sogenannten Revive-Glitch freuen: Er funktioniert in Breakpoint genauso wie im Vorgänger. Sind deine Kameraden gefallen, reicht es, sie kurz im Lobbymenü zu deaktivieren und sofort wieder zu aktivieren. Danach sind sie wie durch Ubisoft-Göttlichkeit geheilt und wieder einsatzbereit.

Verhalten auf dem Schlachtfeld: Was die KI kann und was nicht

Die KI-Kameraden kopieren grundsätzlich die Körperhaltung deines Spielercharakters. Sie können stehen, sich ducken, hinlegen, gehen, sprinten und schwimmen. Dabei bewegen sie sich nicht unnötig umher, sondern nur dann, wenn es wirklich notwendig ist. Ausrutschen oder verletzt werden können sie allerdings nicht, und Ausdauer verbrauchen sie ebenfalls keine. Sie kommentieren aber, wenn dein eigener Charakter keine Ausdauer mehr hat, was besonders beim Spielen ohne aktiven HUD sehr nützlich sein dürfte.

Für Gegner sind die KI-Kameraden so lange unsichtbar, bis du als Spieler entdeckt wirst oder du ihnen aktiv einen Befehl gibst. Sie suchen sich automatisch Deckung in deiner Nähe oder an dem Ort, an den du sie geschickt hast. Feinde in ihrer Umgebung können sie automatisch markieren. Interessant ist auch, dass sie Befehle verweigern dürfen, zum Beispiel wenn sie noch nicht entdeckt wurden und du sie per Geh-Befehl zu nah an einen Feind schicken willst. In solchen Fällen erklären sie aber immer, warum sie den Befehl nicht ausführen.

Screenshot aus dem Ghost Recon breakpoint Tutorial: Ghost Recon Breakpoint KI-Kameraden - ALLE INFOS! 💀

Besteigst du ein Fahrzeug oder musst du wiederbelebt werden, lassen deine Kameraden sofort alle laufenden Befehle fallen und eilen zur Hilfe oder steigen ins Fahrzeug ein. Haben sie es zeitlich nicht mehr geschafft, teleportieren sie sich kurzerhand ins Fahrzeug. Ähnlich verhält es sich beim Base Jump: Die Kameraden springen nicht mit, teleportieren sich aber zu dir, sobald du auf dem Boden landest. Aus Fahrzeugen heraus können sie schießen und übernehmen bei Bedarf auch ein montiertes Geschütz.

Befehle geben: So steuerst du Fury, Vasili und Fixit

Die Befehlsmöglichkeiten aus Wildlands sind in Breakpoint erhalten geblieben. Du kannst deinen Kameraden die folgenden Befehle erteilen: „Gehe zu“, „Neu formieren“, „Feuerfreigabe“ und „Position halten“. Um das Befehlsmenü zu öffnen, drückst du auf dem PC standardmäßig die Alt-Taste, dann Rechtsklick, wählst den gewünschten Befehl aus und bestätigst ihn gegebenenfalls noch mit der linken Maustaste, zum Beispiel beim Geh-Befehl, bei dem du anschließend noch einen Zielpunkt markierst.

Einen wichtigen Hinweis zum Feuerfreigabe-Befehl: Geh damit behutsam um, besonders auf dem Schwierigkeitsgrad Extrem. Die Kameraden halten nicht besonders viel aus, und wer sie unüberlegt in ein Feuergefecht schickt, verliert sie schnell.

Synchronschuss: Bis zu sieben Ziele gleichzeitig ausschalten

Auch der Synchronschuss funktioniert mit den KI-Kameraden, genau wie in Wildlands. Neu in Breakpoint ist allerdings, dass du den Synchronschuss zusätzlich mit Synchronschuss-Drohnen kombinieren kannst. Das Ergebnis: Bis zu sieben Ziele können gleichzeitig ausgeschaltet werden, nämlich drei Kameraden, drei Synchronschuss-Drohnen und du selbst. Das ist taktisch enorm wertvoll, vor allem wenn du einen stark besetzten Posten lautlos räumen willst. Besonders effektiv sind die Kameraden beim Synchronschuss gegen Drohnen, die sie damit regelrecht wegfegen.

Ein kleiner Hinweis zur Bewaffnung: Trägst du einen Kameraden mit einer Schrotflinte oder einem LMG aus, wechselt er für den Synchronschuss automatisch zu seiner sekundären Hauptwaffe, denn ein Synchronschuss auf 150 Meter mit einer Schrotflinte wäre dann doch etwas grenzwertig.

Screenshot aus dem Ghost Recon breakpoint Tutorial: Ghost Recon Breakpoint KI-Kameraden - ALLE INFOS! 💀

Einschränkungen: Wo die Kameraden nicht dabei sind

Es gibt einige Bereiche auf Auroa, in die deine KI-Kameraden nicht folgen. In Eron-Einrichtungen warten sie draußen am Eingang und kommen nicht mit rein. Auch in den Raid können sie nicht, da dieser Kommunikation und taktisches Zusammenspiel erfordert, was die KI schlichtweg nicht abbilden kann. Story-Kommentare oder tiefgründige Gespräche wirst du von ihnen ebenfalls nicht erwarten dürfen. Sie sind alles in allem keine narrativen Charaktere, sondern taktische Werkzeuge, und das solltest du beim Spielen im Hinterkopf behalten.

Anpassung: Aussehen, Ausrüstung und Kampfverhalten

Kommen wir zum absoluten Highlight des Kameraden-Systems: den Anpassungsmöglichkeiten. Du kannst nicht nur das Aussehen von Fury, Vasili und Fixit individuell gestalten, sondern auch ihre Bewaffnung und damit ihr gesamtes Kampfverhalten beeinflussen.

Bei der Optik hast du drei Möglichkeiten zur Auswahl. Erstens kannst du das Aussehen deines eigenen Charakters per Knopfdruck auf den Kameraden kopieren. Zweitens gibt es vorgefertigte Aussehen, die du einfach auswählen kannst. Drittens lässt sich das Outfit komplett frei und individuell zusammenstellen. Dazu stehen dir fünf Speicherslots zur Verfügung, in denen du verschiedene Outfits für jeden Kameraden ablegen kannst.

Screenshot aus dem Ghost Recon breakpoint Tutorial: Ghost Recon Breakpoint KI-Kameraden - ALLE INFOS! 💀

Waffenauswahl und Kampfstil-Anpassung

Die Waffenauswahl ist das taktisch interessanteste Element der Anpassung. Du kannst die primäre Hauptwaffe jedes Kameraden frei aus allen Waffen wählen, die du selbst freigeschaltet oder gekauft hast. Die einzige Ausnahme ist der Granatenwerfer, den sie nicht tragen können. Die gewählte Waffe lässt sich im Gunsmith vollständig individuell anpassen. Aufrüsten auf MK1, MK2 oder MK3 ist für KI-Kameraden allerdings nicht möglich, und die passiven Boni im Gearscore-Spielmodus finden auf sie ebenfalls keine Anwendung.

Jeder Kamerad trägt immer zwei Hauptwaffen. Die sekundäre Hauptwaffe ist fest vorgegeben und abhängig vom jeweiligen Kameraden: Es handelt sich dabei um eine 553, eine 416 oder eine 805 Bren. Die sekundäre Waffe kann nicht geändert werden.

Was das System wirklich besonders macht: Die KI-Kameraden passen ihren Kampfstil aktiv an die ausgerüstete Primärwaffe an. Das betrifft nicht nur die Feuerrate, sondern auch ihr gesamtes Verhalten im Gefecht. Rüstest du einen Kameraden mit einer Schrotflinte aus, geht er aktiv auf Tuchfühlung mit den Gegnern und versucht, sie aus nächster Nähe auszuschalten. Gibst du ihm dagegen ein Scharfschützengewehr, bleibt er nicht nur auf Distanz, sondern sucht sich sogar aktiv eine erhöhte Position, um ein besseres Sichtfeld zu haben. Das eröffnet echte taktische Möglichkeiten, auch wenn das System nicht immer reibungslos funktioniert und die Kameraden gerade auf hohen Schwierigkeitsgraden schnell fallen können.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

Die KI-Kameraden Fury, Vasili und Fixit sind deutlich mehr als eine aufgewärmte Kopie des Wildlands-Systems. Besonders die freie Waffenwahl kombiniert mit dem angepassten Kampfverhalten macht das Solo-Spiel auf Auroa taktisch sehr viel interessanter. Nutze den Synchronschuss mit Drohnen für bis zu sieben gleichzeitige Abschüsse, geh auf dem Schwierigkeitsgrad Extrem behutsam mit dem Feuerfreigabe-Befehl um, und denk daran, dass der Revive-Glitch aus Wildlands auch in Breakpoint nach wie vor funktioniert.

Das Video dazu auf YouTube